| Position der SPD Brandenburg zur Diskussion über die Flugrouten des BBI |
| Pressemitteilungen | |
| Montag, 10. Januar 2011 | |
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Der SPD Landesvorstand hat in seiner Sitzung am 10. Januar 2011 die Positionen der SPD Brandenburg zur aktuellen Flugroutendiskussion in einem Beschluss zusammengefasst. In dem Positionspapier werden ein transparentes Verfahren, das klaren Prioritäten folgt, eingefordert und Prämissen für die weitere Flugroutendiskussion formuliert. Wir veröffentlichen den Beschluss an dieser Stelle. "Der Flughafen Berlin-Brandenburg ist das wichtigste Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands. Die Hauptstadtregion ohne einen Flughafen ist nicht vorstellbar. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass die brandenburgische SPD sich vor 1996 für Sperenberg und nicht für Schönfeld eingesetzt hat. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für den Bau des Flughafens Schönfeld ist dieser Standort aber Realität. Die Proteste und die Verärgerung vieler Menschen bei der Diskussion zur Festlegung der Abflugverfahren am Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) sind berechtigt. Die Bürgerinnen und Bürger verlangen zu Recht lärmvermeidende Flugrouten rund um den BBI. Das Verfahren zur Festlegung der Flugrouten muss klaren Prioritäten folgen: An erster Stelle steht die Flugsicherheit, danach die Lärmvermeidung (inkl. des Nachtflugverbotes) und an dritter Stelle die Wirtschaftlichkeit. Dies gilt sowohl für die Fluggesellschaften als auch für den Flughafenbetreiber und für die Deutsche Flugsicherung. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Lärm muss höher gestellt sein, als die Wirtschaftsinteressen aller Beteiligten. Die am 6. September 2010 ohne Abstimmung mit den Gesellschaftern des Flughafens BBI durch die DFS vorgelegten Routenvorschläge und die Diskussion um die Routenvorschläge haben zu erheblichem Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Aus- und Zusagen der Politik und der Behörden geführt. Wenn das Land Brandenburg im Streit um den Interessenausgleich mit Berlin und der DFS bestehen will, braucht es eine eindeutige Positionierung. Dabei müssen mehrere Prämissen Beachtung finden:
Flugsicherheit
Lärmvermeidung
Nachtflugverbot
Vertrauensschutz / Transparenz
Gesundheit
Umlandzusammenarbeit des Flughafens
Wir fordern die Landesregierung auf, auf der Grundlage der in diesem Papier formulierten Forderungen die Arbeit der Fluglärmkommission bei der Erarbeitung der Routenvorschläge zu unterstützen. Eine Abweichung von den Flugrouten ist erst in 40 km Entfernung und einer Höhe von 10.000 bis 12.000 Fuß zulässig. Die Brandenburger SPD sieht es als ihre Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in Brandenburg helfen. Uns ist bewusst, dass es am Ende jedoch eine Lösung geben muss, die für Berlin und Brandenburg akzeptabel ist. Dazu braucht es den Dialog."
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