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Unter diesem Motto feierten die Michendorfer Sozialdemokraten am 30. Januar 2010 im Beisein der Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein und Gästen aus Werder und Groß Glienicke ihre Wiedergründung vor 20 Jahren. Demokraten der ersten Stunde, Mitglieder des Ortsvereins, Sympathisanten, Gemeindevertreter und Abgeordnete waren im Langerwischer Gemeindezentrum versammelt. Die Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Susanne Melior rief die spannenden Wochen und Monate im Herbst 1989 und die Entstehung der ersten Gliederungen der SPD im Frühjahr 1990 allen noch einmal ins Gedächtnis. Melior: „Wir alle waren Frauen und Männer der ersten Stunde und können uns mit Stolz an die Anfänge erinnern, egal wo wir heute unseren Platz in der Demokratie gefunden haben.“
Im Januar 1990 hatten die wenigen bestehenden Regionalverbände im Osten Deutschlands in Einzelabstimmungen beschlossen, sich in Sozialdemokratische Partei Deutschlands umzubenennen. Auch der Regionalverband Potsdam-Süd, den Melior im Herbst 1989 mit gegründet hatte, gehörte dazu. In den kommenden Wochen sollten Ortsvereine gegründet werden. Die Urkunde der Langerwischer Genossen weist als Gründungsdatum den 7. Februar 1990 aus.
Die erste Vorsitzende und spätere Gemeindevertreterin Ingelore Schulze war Gast der Jubiläumsfeier und bekam die Kopie der Gründungsurkunde und Blumen von Susanne Melior überreicht. Auch wenn sie heute nicht mehr Mitglied der SPD ist – Schulze war aus Protest gegen die Hartz IV-Reformen vor einigen Jahren ausgetreten – ist sie der sozialdemokratischen Idee weiter verbunden, wie sie selbst in ihren Dankesworten beteuerte.
SPD-Ortsvereine wurden auch in Wilhelmshorst, Michendorf und Wildenbruch gegründet. In den 90er Jahren fusionierten alle drei zur SPD Michendorf.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden Urkunden und Anstecknadeln an alle 20 jährigen Mitglieder überreicht, darunter Bodo Richard, Jörg-Peter Melior, Michael Hennemann, Renate Mucha und Susanne Melior. Höhepunkt war die Ehrung für Klaus Kühne. Er bekam als Sozialdemokrat der ersten Stunde, Feuerwehrmann mit Leib und Seele und langjähriger Gemeindevertreter für die SPD den Blumenstrauß des Monats. Mit ihm würdigte Susanne Melior die vielen Sympathisanten und Unterstützer der sozialdemokratischen Idee.
Melior: “Nicht jeder wollte Mitglied einer Partei werden. Dafür hattte ich damals, selbst bis 1989 parteilos, viel Verständnis. Aber ohne die Hilfe derer, für die das soziale und demokratische wichtig war, hätten wir die Aufbauarbeit nicht leisten können.“ Die SPD erreichte bei den ersten freien Kommunalwahlen im Mai 1990 mit 8 Mandaten in der Gemeindevertretung die absolute Mehrheit. Jörg-Peter Melior wurde der erste frei gewählter Bürgermeister der Nachkriegszeit in Langerwisch.
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