| Jugendpolitik in Belzig |
| Samstag, 26. September 2009 | |
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BELZIG - Das Wissen um bereits bestehende Angebote und Möglichkeiten zur Einflussnahme ist maßgeblich, um sich in die Stadtpolitik einbringen zu können.
Das haben etwa 20 Jugendliche am Sonnabendnachmittag auf Burg Eisenhardt - gecoacht von Petra Stiehl (Bürgerbüro Günter Baaske, MdL) und Carolin Just (Junges Wahlkampfteam "Frischlinge") - vermittelt bekommen. Die Jungen und Mädchen waren einem Aufruf der Stadtväter gefolgt, sich über Chancen zur Teilhabe an Kommunalpolitik zu informieren. Von den Abgeordneten waren Impulsgeber Jens Gruszka (Die Linke) sowie Hendrik Hänig (SPD), Jens Helbig und Lothar Lehmann (Freie Wählergemeinschaft) anwesend. Nicht sparsam mit Kritik an der belastenden Konkurrenzsituation der beiden weiterführenden Schulen, fehlendes Gehör für den Klubbeirat des Freizeitzentrums Pogo oder mangelnde abendliche Busverbindungen in die Kur- und Kreisstadt, haben die jungen Leute zugleich eingeräumt, Informationsdefizite zu haben. Deshalb will die 15-jährige Mara Muchow demnächst einen regionalen E-Mail-Verteiler für die Interessierten der Altersgruppe einrichten - ein Konzept, das sich zumindest bei aktiven Erwachsenen im Fläming bereits bewährt hat. Solch pragmatische Ziele zu wählen und anzupacken, mahnte der 19-jährige Max Schneider aus Schwanebeck. Jens Gruszka warb dafür in den städtischen Gremien, insbesondere im Jugendausschuss mit Präsenz die Vertretung eigener Interessen zu dokumentieren. „Das Rederecht zu beantragen, damit Ihr zu Wort kommt, ist keine große Sache." Gleichwohl gibt es Möglichkeiten, die Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche zu institutionalisieren, wie es am Beispiel der Stadt Rathenow erläutert worden ist. (Von René Gaffron) |


