| Baumverstümmelungen in der Peter-Huchel-Chaussee in Langerwisch |
| Michendorf | |
| Dienstag, 10. Februar 2009 | |
Susanne Melior stellt Anfrage ans Landratsamt Am 4. Februar 2009 wurden durch den Kreisstraßenbaubetrieb Potsdam-Mittelmark in der Peter-Huchel-Chaussee zwischen Wilhelmshorst und Langerwisch umfangreiche Baumschnittarbeiten durchgeführt. Aufmerksame Bürger wunderten sich sehr, denn die Arbeiten sahen weder professionell noch besonders zielführend aus. Der Baumschutzbeauftragte Gerhard Mühlbach wurde über die Tätigkeiten informiert und zeigte sich ebenfalls sehr erstaunt. Angeblich haben die Mitarbeiter des Kreisstraßenbaubetriebes Totholz aus den Linden geschnitten und einen Lichtraumprofilschnitt durchgeführt. Aber, was die Mitarbeiter dort großzügig wegschnitten war kein Totholz, wie nebenstehendes Foto beweist. Lichtraumprofilschnitt ist für diese Straße nicht erforderlich und Gefahr im Verzug lag auch nicht vor.
Dem sofortigen Anruf des
Langerwischer Landschaftsarchitekten Michael Hennemann im Landratsamt ist es zu
verdanken, dass die Arbeiten vorerst eingestellt wurden. Für einige der
verstümmelten Bäume ist es dennoch zu spät. Dies bestätigte auch Gerhard
Mühlbach. Hier wurde maßlos übertrieben und gesundes Holz geschnitten, auch
nicht nur Äste sondern ganze Stümpfe weggesägt. Schon im letzten Jahr sind die
Bäume unnötig weit zurückgeschnitten worden, so dass nur noch unschöne halbe
Stämme zurückblieben. Gegen normalen Pflegeschnitt ist nichts einzuwenden und
der muss auch regelmäßig erfolgen, aber professionell und mit der notwendigen
Umsicht. Als Mitglied des Kreistages habe ich eine Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt. Damit sollen Sinn des Arbeitsauftrages und die dafür erforderliche Rechtsgrundlage geklärt werden. Mich interessiert auch, welche spezielle Ausbildung und Qualifikation die ausführenden Mitarbeiter haben und woran sie abgestorbene Baumteile erkennen. Darüber hinaus frage ich nach der Qualifikation derjenigen, die in der Verwaltung den Auftrag erteilt haben.
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